
Zertifizierte Zusatzausbildungen in Mediation und Coaching
Mediation ist ein Weg der Konfliktlösung, der in vielen Arbeitsfeldern und Lebensbereichen erfolgreich angewendet wird. Mediation heißt wörtlich übersetzt Vermittlung. Gemeint ist die Vermittlung in Streitfällen durch neutrale Dritte, die von beiden Konfliktparteien akzeptiert werden. Die MediatorInnen helfen den Konfliktbeteiligten eine einvernehmliche Lösung ihrer Konflikte zu finden. Aufgabe der MediatorInnen ist es also nicht, ein Urteil zu sprechen oder einen Schiedsspruch zu fällen; vielmehr geht es darum, die Konfliktbeteiligten (mittels Arbeitsprinzipien der Mediation wie z.B.: Prozesssteuerung, Empowerment, Ressourcenorientierung, Allparteilichkeit und geeigneten, Empathie fördernden und lösungsorientierten Gesprächsführungsmethoden) zu unterstützen, selbständig und eigenverantwortlich eine ihren Interessen und Bedürfnissen entsprechende Vereinbarung zur Konfliktbearbeitung zu treffen. Die zu findende Vereinbarung soll dabei folgende Kriterien erfüllen: realistisch, fair, genau, angemessen, klar und nachhaltig.
Mediation hat in Deutschland seit Ende der 80er Jahre einen „Siegeszug“ durch verschiedene Felder angetreten und ist inzwischen besonders in der Familienmediation (bei Trennung und Scheidung), Arbeitsplatzmediation (Arbeitsplatzkonflikte, Teamkonflikte, Konflikte im Vorfeld von Mobbing ...), Wirtschaftsmediation, Schulmediation, im Täter-Opfer-Ausgleich, in der Großgruppenmediation (z.B. im Umweltbereich) und interkulturellen Mediation weit verbreitet, gut etabliert und sehr akzeptiert. Die Zusatzausbildung orientiert sich an den Standards des Bundesverbandes Mediation (BM e.V.) und wird entsprechend anerkannt bzw. zertifiziert. Bereits während der Ausbildung wird Mediation praktiziert und werden Falldokumentationen erstellt. Die TeilnehmerInnenzahl ist auf maximal 18 begrenzt.
Die Ausbildung umfasst acht Module a drei Tage mit insgesamt 180 Zeitstunden (ohne Supervision) bzw. 210 Zeitstunden (mit Supervision):
In der vorliegenden, konzeptionell ausgereiften und bewährten Ausbildung (KOMED hat an den drei Standorten: Berlin – München – Bad Herrenalb in den letzten 15 Jahren über 25 Mediationsausbildungen erfolgreich durchgeführt) werden die TeilnehmerInnen befähigt, als MediatorInnen in den o.g. Feldern frei- und nebenberuflich tätig zu werden und/oder die erworbenen Fähigkeiten und Kompetenzen innerhalb der eigenen Institution, in Schule, Jugendhilfe, Beratungsarbeit, im Rahmen von Konfliktmanagement z.B. in der Personalarbeit, oder als Betriebs- und Personalrat, als Leiter/-in etc. anzuwenden (training on the job). Die Ausbildung ist im Modulsystem aufgebaut. Diese Konzeption ermöglicht auch denen die Teilnahme, die nicht die gesamte Ausbildung absolvieren wollen, sich aber für ein einzelnes Seminar interessieren.
Angesprochen sind Fachkräfte von Branchen aus dem Profit- wie dem Nonprofitbereich und verschiedene Berufsgruppen: (Sozial-) PädagogInnen, ModeratorInnen, PsychologInnen, Juristen, ErzieherInnen, BeraterInnen, Betriebs- und Personalräte, LeiterInnen, ManagerInnen, MitarbeiterInnen im Personalwesen, Coaches, Lehrkräfte.
Kooperationspartner von KOMED-München für die Mediationsausbildung ist das Fortbildungsinstitut INPUT e.V. in München.