Inhalt
Aufbau der Ausbildung und Kursblöcke in der
Übersicht
Die Zusatzausbildung Mediation umfasst folgende Bestandteile
- 160 Seminarstunden (120 davon entfallen auf Grundlagen der
Mediation, 40 auf spezifische Einsatzgebiete bzw. auf
Vertiefungsseminare in speziellen fachlichen Feldern der Mediation wie
z.B. Arbeitsplatzmediation, Trennungs- und Scheidungsmediation,
Schulmediation
- 20 Stunden kollegiale Beratung/Intervision
(selbstorganisiert, kostenfrei)
- 30 Stunden Supervision (Voraussetzung für die
TeilnehmerInnen, welche
die Zertifizierung durch den Bundesverband Mediation (BM) e.V.
anstreben).
Inhalte und Themen der einzelnen Module
Modul 1 Mediation? Was ist
das?
- Sinn und Zweck der Mediation
- Chancen und Grenzen der Mediation
- Arbeitsformen und Methoden der Mediation
- Phasenmodell der Mediation
- Einsatzgebiete der Mediation
- Theorie des Konflikts; verschiedene Konfliktformen
- Erstgespräche und Kontraktgestaltung in der
Mediation
Modul 2 Alle reden von Gesprächsführung!
Doch wer tut es?
- Axiome, Methoden und Fragetechniken der (systemischen)
Gesprächsführung
- Gesprächshaltung, Selbst- und Fremdwahrnehmung
- Menschenbild und Methoden der klientzentrierten
Gesprächsführung
- Kommunikationsmodell nach Schulz von Thun
- Gesprächsführung „in
Bewegung“: Freude an der Lösungsorientierung mit
kreativ-analogen Methoden
- Vertrauensbildende Maßnahmen,
Körpersprache und Rapport
- Mediationsrollenspiele und kollegiale Beratung
- Netzwerkarbeit, Akquise von Fällen
Modul 3 Kultur des Streitens (Konfliktstrategien)/Die
Illusion der
Neutralität
- Funktion und positive Aspekte des Konflikts
- Das Harvard-Konzept: Verhandlungsoptionen und
-übungen
- Modell der Konflikteskalation und -deeskalation
- Psychosoziale Fallen und kognitives Dilemma
- Definition und Verständnis von
Neutralität und Allparteilichkeit
- Vereinnahmungstendenzen in der Mediation und
mögliche Interventionen
- Neutralität im eigenen Normen- und Wertesystem
- Wut- und Ärgermanagement
Modul 4 Mobbing und andere Nettigkeiten. Mediation am
Arbeitsplatz
- Mobbing, Definition und Abgrenzung von
Arbeitsplatzkonflikten
- Arbeitsplatzkonflikte – Ursachen und Formen
- Rollenklärung
- Wirkprinzipien und hierarchische Einbindung von
Arbeitsplatzkonflikten
- Arbeitsplatzkonflikte als spezifisches Arbeitsfeld der
Mediation: systemischer Hintergrund und
- Auftragsklärung
- Arbeit an Fällen der TeilnehmerInnen
(Fallbesprechungen)
- Dienst-/Betriebsvereinbarungen und Mediation;
innerbetriebliche Schlichtungsmodelle
- Arbeitsrechtlicher Hintergrund bei Konflikten/Mobbing
Modul 5 Macht, Liebe, Geld? (Trennungs- und
Scheidungsmediation)
- Lebenszyklen und Krisen in der Partnerschaft
- Trennungsphasen und die Frage von Schuld im
Partnerschaftskonflikt
- Belastungen und Dynamik von Trennung, sowie die Wirkung auf
den Mediationsprozess verstehen
- Aspekte des Ehe-/Familienrechts in der
Trennungs-/Scheidungsmediation
- Mediationsphasen in der Trennungs- und Scheidungsmediation
- Eigenerfahrung: mögliche Blockaden, Umgang mit
heftigen Emotionen
- Wie Kinder Trennung und Scheidung erleben und
bewältigen können
- Mediationsrollenspiele
Modul 6 Systemisches Arbeiten in der Mediation (am Beispiel
Schule): Mediatoren statt Gladiatoren. Mediation in der Schule
- Zum Wirkgefüge von Organisation und Mediation
- System Schule und Schulkultur
- Prinzipien und Arbeitsansätze der systemischen
Organisationsentwicklung für die Mediation
- Besonderheiten in der Mediation mit Kindern und Jugendlichen
- Peer Education und Peer Mediation –
Streitschlichtermodelle exemplarisch als systemische
- Schulentwicklung verstanden und praktiziert
- Phasen der Etablierung von
Schülerstreitschlichtungsprojekten
- Eignung, Auswahl, Ausbildung und Coaching der Peer
MediatorInnen
- Chancen und Grenzen von Schulmediation
Modul 7 Mediation und Moderation bei Konflikten in Gruppen und Teams
- Phasen der Gruppenmediation
- Methoden und Werkzeuge für Teams und Gruppen
- Merkmale und Entwicklung von Gruppen
- Bedürfnisse in Gruppen
- Meine eigenen Gruppenerfahrungen
- Besonderheiten in der Mediation von Großgruppen
Modul 8 Abschlusskolloquium: „Hier stehe ich und
will nicht anders“
- Eigene Standortbestimmung und Perspektiven als MediatorIn
- Best of: Methodenkoffer der Mediation
- Die Gestaltung von Abschlüssen und Abschieden in
der Mediation
- Besprechung/Auswertung der geleisteten Fallarbeit und
-dokumentationen
- Feedback der AusbilderInnen zu Persönlichkeit,
Stärken und Potential der TeilnehmerInnen
- Evaluation der Gesamtausbildung
- Aushändigung der Teilnahmebescheinigungen oder
Zertifikate